SENDER UND SENDEZEITEN
Was kostet Werbung bei RTL, ProSieben und Sat.1?
Zuletzt geprüft am von Simon, TV4ALL
Inhalt
- Die kurze Antwort
- Warum der Sender den Preis bestimmt
- Wie Fernsehwerbung in Deutschland vermarktet wird
- Die Senderfamilien im Überblick
- Was die Sendezeit ausmacht, und was Primetime wirklich bedeutet
- Öffentlich-rechtlich gegen privat
- Warum die Senderfrage kleiner wird, sobald Sie regional buchen
- Häufige Fragen
Die kurze Antwort
Wer nach dem Preis für Werbung bei RTL, ProSieben oder Sat.1 sucht, erwartet eine Zahl. Diese Zahl gibt es nicht als eine Zahl. Fernsehwerbung wird nicht wie ein Produkt mit Etikett verkauft, sondern wie ein Werbeplatz, der mal stark und mal schwach nachgefragt ist. Derselbe Spot kostet am Dienstagvormittag auf einem Spartensender ein Vielfaches weniger als am Samstagabend auf einem großen Vollprogramm.
Vier Größen bestimmen den Preis: wie viele Menschen ein Sender im Durchschnitt erreicht, wann Ihr Spot läuft, in welchem Programm er steht und wie viel Sie insgesamt buchen. Verbindlich ist immer die aktuelle Preisliste des jeweiligen Vermarkters mit Jahresangabe, nicht eine Zahl aus einem Forum oder aus einem Artikel ohne Datum.
Für einen Betrieb mit drei bis fünfzig Mitarbeitern ist die klassische bundesweite Buchung in aller Regel nicht die passende Rechnung. Sie bezahlen dort Reichweite in ganz Deutschland, obwohl Sie in einem Landkreis arbeiten. Den vollständigen Überblick über alle Kostenblöcke einer Kampagne finden Sie auf Was kostet TV-Werbung. Auf dieser Seite geht es um die engere Frage: Warum kostet derselbe Spot auf verschiedenen Sendern verschieden viel, und was ändert sich, sobald Sie nicht mehr bundesweit denken.
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große Privatsender stehen bei einer regionalen Buchung zur Auswahl, dazu die Ausspielung auf Joyn und RTL+.
91,1 %
der 14- bis 59-Jährigen erreicht Fernsehen im Monatsschnitt. Werbefinanziertes Streaming kommt auf 35,2 Prozent. Quelle: AGF und GfK, Marktstandard Bewegtbild, Dezember 2025.
ab 1.900 €
netto kostet der Einstieg in eine regionale Kampagne bei TV4ALL, ohne Drehtag und ohne Abonnement.
Warum der Sender den Preis bestimmt
Ein Sender verkauft keine Sendezeit, er verkauft Aufmerksamkeit. Der Preis richtet sich danach, wie viele Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt zusehen und wie gut dieses Publikum zu den Werbekunden passt, die um denselben Platz konkurrieren. Die Branche rechnet das im Tausend-Kontakt-Preis, kurz TKP. Er beantwortet die Frage, was es kostet, tausend Personen einmal zu erreichen. Erst diese Kennzahl macht einen kleinen Sender mit einem großen vergleichbar.
Aus vier Faktoren setzt sich der Unterschied zwischen den Sendern zusammen.
Reichweite
Ein großes Vollprogramm wie RTL, Sat.1 oder ProSieben erreicht an einem Abend ein Vielfaches der Zuschauer eines Spartensenders. Der Spotpreis folgt dieser Reichweite. Das erklärt auch, warum ein niedriger Spotpreis allein noch kein gutes Angebot ist. Wenn nur ein Bruchteil der Menschen zusieht, ist der Preis je erreichtem Haushalt am Ende nicht zwingend niedriger.
Zielgruppe
Sender werden nicht nur nach Größe bewertet, sondern nach Publikum. Umfelder mit vielen jüngeren Erwachsenen werden von der klassischen Werbewirtschaft traditionell anders bewertet als Umfelder mit älterem Publikum, weil die meisten nationalen Mediapläne seit Jahrzehnten an solchen Zielgruppen ausgerichtet sind. Für einen Handwerksbetrieb ist diese Logik oft unpassend. Seine Kundschaft ist nicht nach Alter definiert, sondern nach Wohnort und Gebäudebestand.
Umfeld
Der Werbeblock vor einer großen Liveshow oder einer Sportübertragung wird anders bewertet als der Block in einer Wiederholung am Nachmittag. Sender weisen besondere Umfelder gesondert aus. Welche Zuschläge dafür fällig werden, regelt die jeweils gültige Preisliste des Vermarkters.
Knappheit
Der Medienstaatsvertrag begrenzt die Spotwerbung privater Sender auf 20 Prozent der Sendezeit einer Stunde, also auf zwölf Minuten. Die Menge an Werbeplätzen in der besten Sendezeit ist damit gesetzlich gedeckelt. Viel Nachfrage trifft auf eine feste Menge Plätze. Dieser vierte Punkt wird am häufigsten übersehen und erklärt besser als alles andere, warum Primetime teuer ist.
Merken
Der Sender ist ein Preisfaktor, nicht der Preis. Wer die Frage stellt, was Werbung bei RTL kostet, fragt eigentlich nach drei Dingen gleichzeitig: nach dem Sender, nach dem Sendeplatz und nach der Länge des Spots. Wer die drei nicht auseinanderhält, vergleicht am Ende Zahlen, die nichts miteinander zu tun haben.
Wie Fernsehwerbung in Deutschland vermarktet wird
Hier liegt das größte Missverständnis. Sie rufen nicht bei RTL an und buchen einen Spot. Die beiden großen Senderfamilien haben ihre Werbezeiten in eigene Vermarktungsgesellschaften ausgelagert. Für die RTL-Senderfamilie tritt Ad Alliance auf, für die Sender der ProSiebenSat.1-Familie Seven.One Media. Wer klassisch bucht, hat es mit diesen Häusern zu tun oder mit einer Mediaagentur, die dort einkauft.
Für Sie als Betrieb hat das drei praktische Folgen.
Erstens denkt die Vermarktung in Familien, nicht in einzelnen Sendern. Die Sender einer Familie werden gemeinsam angeboten. Welche Kombinationen und welche Belegungsformen möglich sind, steht in der jeweils gültigen Preisliste. Die Vorstellung, man buche einen einzelnen Sender wie einen einzelnen Artikel im Katalog, trifft die Praxis nicht.
Zweitens ist eine klassische Buchung eine Mediaplanung, kein Formular. Vor der Buchung stehen Zielgruppendefinition, Belegungsplan und Abstimmung mit dem Vermarkter. Deshalb arbeiten klassische Werbungtreibende in aller Regel mit einer Agentur. Wie der Ablauf bei einer regionalen Buchung dagegen aussieht, von der Anfrage bis zur ersten Ausstrahlung, steht auf TV-Werbung schalten.
Drittens gehören nicht alle bekannten Sender zu den beiden großen Familien. Sender wie Sport1, DMAX oder TELE 5 haben eigene Eigentümer und eigene Vermarktungswege. Wer einen Mediaplan über mehrere Senderfamilien hinweg bauen will, verhandelt deshalb an mehreren Stellen gleichzeitig. Genau dieser Aufwand ist einer der Gründe, warum Fernsehwerbung lange als Sache großer Unternehmen galt.
Bei der regionalen Ausspielung fällt dieser Aufwand für Sie weg. Dort tritt ein Anbieter auf, der den Zugang zu den Senderfamilien und den technischen Weg bis ins Endgerät bereits gebündelt hat. Sie nennen Gebiet, Zeitraum und Budget, nicht einen Belegungsplan.
Die Senderfamilien im Überblick
Die folgende Übersicht zeigt die 22 großen Privatsender, die bei einer regionalen Buchung über TV4ALL zur Auswahl stehen, gruppiert nach Senderfamilie. Die dritte Spalte hilft Ihnen einzuordnen, für welches Programmumfeld ein Sender typisch steht. Sie ist keine Aussage über Reichweite und keine Aussage über Preise.
| Sender | Familie | Wofür das Umfeld typisch steht |
|---|---|---|
| Sat.1 | ProSiebenSat.1 | Vollprogramm mit Shows, Filmen und Serien, breites Publikum |
| ProSieben | ProSiebenSat.1 | Vollprogramm mit Shows und US-Serien, jüngeres Publikum |
| Kabel Eins | ProSiebenSat.1 | Filme, Reportagen und Doku-Soaps über den Tag |
| sixx | ProSiebenSat.1 | Serien und Lifestyle, überwiegend weibliches Publikum |
| Sat.1 Gold | ProSiebenSat.1 | Serien- und Showklassiker, älteres Publikum |
| ProSieben MAXX | ProSiebenSat.1 | Sport, Action und Anime, überwiegend männliches Publikum |
| Kabel Eins Doku | ProSiebenSat.1 | Dokumentationen zu Technik, Geschichte und Natur |
| RTL | RTL Deutschland | Vollprogramm mit Shows, Serien und Nachrichten, breites Publikum |
| VOX | RTL Deutschland | Koch-, Ratgeber- und Reportageformate |
| NITRO | RTL Deutschland | Serien und Filme, überwiegend männliches Publikum |
| RTLup | RTL Deutschland | Serien- und Showklassiker, älteres Publikum |
| RTL Super | RTL Deutschland | Kinderprogramm und Familienumfeld |
| VOXup | RTL Deutschland | Zweitausstrahlungen bekannter VOX-Formate |
| n-tv | RTL Deutschland | Nachrichten, Wirtschaft und Ratgebermagazine |
| RTLZWEI | Weitere Privatsender | Doku-Soaps und Realityformate, jüngeres Publikum |
| DMAX | Weitere Privatsender | Technik, Motoren und Handwerk, überwiegend männliches Publikum |
| TLC | Weitere Privatsender | Doku-Soaps und Realityformate, überwiegend weibliches Publikum |
| HGTV | Weitere Privatsender | Bauen, Wohnen, Renovieren und Einrichten |
| Sport1 | Weitere Privatsender | Sportübertragungen, Magazine und Konferenzen |
| TELE 5 | Weitere Privatsender | Spielfilme und Serien |
| Disney Channel | Weitere Privatsender | Kinderprogramm und Familienumfeld |
| Deluxe Music | Weitere Privatsender | Musikprogramm als Begleitprogramm |
Zwei Beobachtungen lohnen sich an dieser Tabelle. Erstens: Die Sender, die für einen Betrieb inhaltlich am besten passen, sind oft nicht die größten. Ein Dachdecker, ein Fliesenleger oder ein Heizungsbauer findet sein Umfeld eher bei HGTV, DMAX oder Kabel Eins Doku als in der großen Samstagabendshow. Zweitens: Bei einer klassischen Buchung müssten Sie sich zwischen diesen Sendern entscheiden, weil jeder einzelne Geld kostet. Bei einer regionalen Buchung entfällt diese Entscheidung, dazu unten mehr.
Zusätzlich zu den 22 Sendern wird auch auf Joyn und RTL+ ausgespielt. Damit sind auch die Haushalte erreichbar, die ihr Programm über eine Streaming-Oberfläche starten statt über den Programmplatz auf der Fernbedienung.
Kosten für Ihre Region anfragen
Sie nennen uns Ihr Gebiet und Ihre Branche. Sie bekommen eine Kostenschätzung für Ihre Postleitzahlen, unverbindlich und ohne Drehtag.
Kosten anfragenEinstieg ab 1.900 Euro netto. Ausgespielt auf 22 großen Privatsendern.
Was die Sendezeit ausmacht, und was Primetime wirklich bedeutet
Primetime meint die beste Sendezeit am Abend, im deutschen Fernsehen der Block ab etwa 20.15 Uhr. Dort sitzen die meisten Menschen vor dem Gerät, dort liegen die Hauptfilme, die großen Shows und die Liveübertragungen, dort sind die Werbeplätze am knappsten. Entsprechend liegen die Preise am höchsten. Wer nach den Kosten für TV-Werbung in der Primetime sucht, fragt also nach dem teuersten Platz im Programm.
Für die Preisbildung zerfällt der Tag grob in Zonen: Vormittag, Nachmittag, Vorabend, Primetime, Spätabend und Nacht. Zwischen der Nacht und der Primetime bewegen sich die Preise über Größenordnungen, nicht um ein paar Prozent. Derselbe Sender, derselbe Spot, ein anderer Sendeplatz, und die Rechnung sieht völlig anders aus.
Wenn Sie im Netz auf eine einzelne Eurozahl für eine Werbeminute bei RTL stoßen, prüfen Sie drei Dinge, bevor Sie damit rechnen.
- Das Jahr. Preislisten werden jährlich neu herausgegeben. Eine Zahl ohne Jahresangabe ist keine Grundlage.
- Die Länge. Viele kursierende Zahlen beziehen sich auf 30 Sekunden, nicht auf eine volle Minute. Das ist ein Unterschied um den Faktor zwei.
- Die Bezugsgröße. Manche Angaben sind Spotpreise, manche Tausend-Kontakt-Preise. Wer beides vermischt, liegt um ein Vielfaches daneben.
Wie Sie Minutenpreise sauber auf Sekunden und auf einzelne Einblendungen umrechnen, und warum die Einblendung für einen regionalen Betrieb die ehrlichere Einheit ist, steht ausführlich auf Was kostet eine Werbeminute.
Warum hier keine Eurobeträge je Sender stehen
Auf dieser Seite finden Sie bewusst keine Preistabelle mit Beträgen für RTL, ProSieben oder Sat.1. Solche Zahlen kursieren im Netz reichlich, stammen aber oft aus alten Preislisten, aus unklaren Bezugsgrößen oder aus reiner Schätzung. Verbindlich ist ausschließlich die aktuelle Preisliste des jeweiligen Vermarkters. Was TV4ALL kostet, nennen wir dagegen konkret, weil es unser eigener Preis ist: Der Einstieg liegt bei 1.900 Euro netto.
Öffentlich-rechtlich gegen privat
ARD und ZDF sind keine kleinere Version der Privatsender. Sie arbeiten nach anderen Regeln, und diese Regeln entscheiden über die Frage nach dem Preis, bevor überhaupt eine Zahl ins Spiel kommt.
Der Medienstaatsvertrag erlaubt Spotwerbung in Das Erste und im ZDF nur werktags vor 20 Uhr. Nach 20 Uhr, an Sonntagen und an bundesweiten Feiertagen läuft dort keine Spotwerbung. Zusätzlich ist der Umfang gedeckelt: Im Jahresdurchschnitt sind werktäglich höchstens 20 Minuten zulässig. Die Dritten Programme senden gar keine Spotwerbung. Vermarktet wird über ARD-Werbung SALES und SERVICES sowie über ZDF Werbefernsehen.
Für einen Betrieb bedeutet das drei Dinge.
- Die Primetime, um die es bei der Preisfrage meistens geht, fällt bei ARD und ZDF aus. Der Vergleich mit einem Privatsender am Abend geht damit ins Leere.
- Das Werbezeitfenster liegt an Werktagen vor 20 Uhr, also in einer Zeit, in der ein Teil Ihrer Kundschaft noch arbeitet.
- Eine Eingrenzung nach Postleitzahl gibt es dort nicht. Addressable TV ist ein Angebot der privaten Senderfamilien.
Wer also nach den Kosten für ARD-Werbung sucht, sucht nach einem Werbeplatz, den es nur an Werktagen und nur vor 20 Uhr gibt und der sich nicht auf einen Landkreis eingrenzen lässt. Für einen Handwerksbetrieb, der in vierzig Postleitzahlen arbeitet, ist das selten die passende Lösung. Nicht weil die Sender schlechter wären, sondern weil die Regeln nicht zu einer regionalen Aufgabe passen.
Warum die Senderfrage kleiner wird, sobald Sie regional buchen
An dieser Stelle lohnt ein Denkwechsel, und er ist der eigentliche Kern dieser Seite.
Klassisch lautet die Frage: Welchen Sender kann ich mir leisten. Weil das Budget begrenzt ist, landet man am Ende beim kleinsten Sender mit dem niedrigsten Spotpreis und nimmt in Kauf, dass dort weniger Menschen zusehen. Man kauft nicht das passende Umfeld, sondern das bezahlbare.
Regional lautet die Frage anders. Sie bezahlen nicht mehr den Sender, Sie bezahlen Ihr Gebiet. Die Technik dahinter ersetzt im laufenden Werbeblock die bundesweite Werbung durch Ihre, aber nur auf den Geräten in den Postleitzahlen, die Sie gebucht haben. Alle anderen Haushalte sehen weiter den nationalen Spot. Der Sender verliert dadurch nichts, und Sie bezahlen keine Reichweite, die Sie nicht nutzen können.
Die Folge für die Senderfrage ist deutlich. Sie müssen sich nicht mehr für einen bezahlbaren Sender entscheiden. Sie bekommen die 22 großen Privatsender zusammen, dazu die Ausspielung auf Joyn und RTL+, und zahlen trotzdem nur für Ihren Landkreis. Ihre Einblendungen verteilen sich über diese Sender, statt auf einem einzigen zu landen. Wie die Ausspielung technisch in das einzelne Gerät kommt, erklärt die Seite Addressable TV.
Auch die Planung dreht sich damit um. An die Stelle der Frage nach dem Sender treten zwei andere Fragen: In welchem Gebiet arbeiten Sie, und wie viele Einblendungen wollen Sie dort kaufen. Gebucht wird eine feste Zahl an Einblendungen, kein Abonnement. Sind sie gelaufen, endet die Kampagne. Im Reporting sehen Sie jederzeit, wie viele davon bereits ausgespielt sind.
Der Preisrahmen dafür ist bei TV4ALL benannt. Der Einstieg liegt bei 1.900 Euro netto, und zwischen 1.900 und 3.500 Euro netto liegen typischerweise 20.000 bis 40.000 Einblendungen. Einen Drehtag gibt es nicht. Ausgespielt wird ein Banner im laufenden Bild oder ein Spot von zehn Sekunden, gestaltet von TV4ALL.
Aus der Praxis
Ich hätte nie gedacht, dass man TV-Werbung so gezielt und regional steuern kann.
Karolin Keller, Holzofenbäckerei in Ölbronn
Dieser Satz beschreibt den Punkt gut. Die Vorstellung, Fernsehwerbung sei eine Sache für bundesweite Marken, sitzt tief, und sie stammt aus einer Zeit, in der sie auch stimmte. Der Grund dafür war nie der Sender, sondern das Gebiet: Wer ganz Deutschland bezahlen muss, kann als Bäckerei, Hausverwaltung oder Heizungsbauer nicht mitbieten. Sobald das Gebiet die Rechnungsgröße wird, verliert die Senderfrage ihren Schrecken.
Häufige Fragen
Was kostet eine Werbeminute bei RTL?
Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht. Der Preis für eine Werbeminute hängt vom Sendeplatz ab, vom Wochentag, vom Programmumfeld und vom Gesamtvolumen der Buchung. Verbindlich ist die jeweils aktuelle Preisliste des Vermarkters mit Jahresangabe. Einzelne Eurobeträge, die im Netz kursieren, beziehen sich oft auf ältere Jahre oder auf 30 Sekunden statt auf eine volle Minute. Für einen regionalen Betrieb ist die Minute ohnehin die falsche Einheit, weil regional nach Einblendungen gebucht wird und nicht nach Sendezeit.
Warum kostet Werbung auf ProSieben anders als auf Sat.1?
Beide Sender gehören zur selben Senderfamilie, erreichen aber unterschiedliche Publikumsgruppen. ProSieben ist auf ein jüngeres Publikum ausgerichtet, Sat.1 auf ein breiteres Unterhaltungspublikum. Werbepreise folgen der Reichweite in der jeweils gebuchten Zielgruppe, und die fällt je Sender und je Sendeplatz unterschiedlich aus. Dazu kommt das Umfeld: Ein Werbeblock in einer großen Liveshow wird anders bewertet als einer in einer Wiederholung am Nachmittag. Welche Zuschläge dafür gelten, steht in der Preisliste des Vermarkters.
Kann ich Werbung direkt beim Sender buchen?
In der Regel nicht. Die großen Senderfamilien haben ihre Werbezeiten in eigene Vermarktungsgesellschaften ausgelagert. Für die RTL-Senderfamilie tritt Ad Alliance auf, für die Sender der ProSiebenSat.1-Familie Seven.One Media. Klassische Buchungen laufen über diese Häuser oder über eine Mediaagentur, die dort einkauft. Bei einer regionalen Buchung entfällt dieser Weg für Sie. Sie sprechen mit einem Anbieter, der den Zugang zu den Senderfamilien und die technische Ausspielung bereits gebündelt hat, und nennen Gebiet, Zeitraum und Budget.
Was kostet Werbung auf DMAX oder einem anderen Spartensender?
Spartensender erreichen weniger Zuschauer als die großen Vollprogramme, deshalb liegen die Spotpreise niedriger. Das macht sie aber nicht automatisch zur günstigeren Lösung, weil auch weniger Menschen Ihre Werbung sehen. Entscheidend ist, was ein einzelner erreichter Haushalt kostet und ob er überhaupt in Ihrem Einzugsgebiet wohnt. Bei einer bundesweiten Buchung zahlen Sie auch für Zuschauer, die dreihundert Kilometer entfernt wohnen. Bei einer regionalen Buchung ist DMAX einer von 22 Sendern, die ohnehin zur Auswahl stehen.
Warum ist Primetime teurer als der Vormittag?
Zur besten Sendezeit ab etwa 20.15 Uhr sitzen die meisten Menschen vor dem Fernseher. Gleichzeitig ist die Zahl der Werbeplätze begrenzt: Der Medienstaatsvertrag lässt bei privaten Sendern höchstens 20 Prozent einer Stunde an Spotwerbung zu, also zwölf Minuten. Viel Nachfrage trifft auf eine feste Menge Plätze, und der Preis steigt. Am Vormittag ist beides kleiner, die Zuschauerzahl und die Nachfrage. Zwischen Nacht und Primetime liegen deshalb keine Prozente, sondern Größenordnungen.
Was kostet Werbung bei ARD oder ZDF?
Für die Frage nach dem Preis ist bei ARD und ZDF zuerst die Sendezeit entscheidend. Der Medienstaatsvertrag erlaubt Spotwerbung in Das Erste und im ZDF nur werktags vor 20 Uhr, an Sonntagen und bundesweiten Feiertagen gar nicht, und im Jahresdurchschnitt höchstens 20 Minuten je Werktag. Die Dritten Programme senden keine Spotwerbung. Vermarktet wird über ARD-Werbung SALES und SERVICES sowie über ZDF Werbefernsehen. Eine Eingrenzung auf einzelne Postleitzahlen ist dort nicht vorgesehen, Addressable TV bieten die privaten Senderfamilien an.
Muss ich mich für einen Sender entscheiden, wenn ich regional buche?
Nein. Genau das ist der Unterschied zur klassischen Buchung. Weil Sie Ihr Gebiet bezahlen und nicht die bundesweite Reichweite eines Senders, stehen Ihnen 22 große Privatsender gleichzeitig zur Verfügung, dazu die Ausspielung auf Joyn und RTL+. Ihre Einblendungen verteilen sich über diese Sender, statt auf einem einzigen zu landen. Geplant wird deshalb nicht mehr nach Sendername, sondern nach Postleitzahl, Landkreis oder Umkreis und nach der Zahl der Einblendungen, die Sie buchen.
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Wir schauen uns Ihr Einzugsgebiet an und rechnen Ihnen aus, was eine Kampagne auf den 22 Sendern in genau diesen Postleitzahlen kostet.
Kosten für Ihre Region anfragenKein Drehtag, kein Abonnement. Sie buchen eine feste Zahl an Einblendungen.
Simon, TV4ALL
Simon berät seit Jahren Betriebe, die zum ersten Mal über Fernsehwerbung nachdenken, und plant mit ihnen Gebiet, Sender und Budget. TV4ALL ist eine Marke der BEG Solutions GmbH und bucht regionale Fernsehwerbung für kleine und mittlere Unternehmen.
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